Verfasst vom Decomica Design Team – aktualisiert im Juni 2026. Wir sind spezialisiert auf Repliken von Sitzmöbeln aus der Mitte des 20. Jahrhunderts und liefern seit 2015 von Eames inspirierte Bürostühle in ganz Europa.
Der Charles-Eames-Bürostuhl – insbesondere die Aluminium Group-Serie, die er 1958 zusammen mit Ray Eames entwarf – gehört zu den meistkopierten Büromöbeln aller Zeiten. Das zeugt von der Perfektion des Designs: sechs Jahrzehnte Produktion, zwei Lizenzhersteller und ein Replika-Markt in Dutzenden von Ländern. Dieser Ratgeber erklärt, was Charles und Ray Eames tatsächlich entworfen haben, welche Modelle existieren und wie man heute eine hochwertige Replika erwerben kann.
Wer waren Charles und Ray Eames?
Charles Ormond Eames Jr. (1907–1978) und Bernice Alexandra „Ray“ Kaiser Eames (1912–1988) waren amerikanische Designer, die sich 1940 an der Cranbrook Academy of Art in Michigan kennenlernten und im darauffolgenden Jahr heirateten. Sie sind vor allem für ihre Arbeiten in den Bereichen Möbel, Film, Architektur und Ausstellungsgestaltung bekannt.
Ihr Beitrag zur Sitzmöbelentwicklung ist von außergewöhnlichem Umfang. Zwischen 1946 und Ende der 1970er Jahre produzierten sie den Eames Lounge Chair und Ottoman (1956), die Fiberglas-Schalenstühle (1948–50), die Kunststoff-Sessel, die Tandem-Schlingenstühle für Flughäfen – und 1958 die Bürostühle der Aluminium Group, die Gegenstand dieses Leitfadens sind.
Die Eames arbeiteten eng mit Herman Miller zusammen, dem Möbelhersteller aus Michigan, der sich Ende der 1940er-Jahre für George Nelsons modernistisches Programm eingesetzt hatte. Herman Miller nahm die Aluminium Group 1958 in Produktion und fertigt sie seither. Die europäische Lizenz liegt bei Vitra. Beide Marken produzieren die Stühle nach identischen Spezifikationen, die auf den Originalzeichnungen des Eames Office basieren.
Der Charles-Eames-Bürostuhl: Was er eigentlich ist
Wenn von einem „Charles-Eames-Bürostuhl“ die Rede ist, ist fast immer eines der vier Modelle der Aluminium Group gemeint. Alle basieren auf demselben Konstruktionsprinzip: einem polierten Aluminium-Seitenrahmen, einem Fünf-Stern-Fußkreuz mit Rollen und pneumatischer Höhenverstellung sowie einem gepolsterten Sitz- oder Kissensystem, das zwischen den Rahmenstreben gespannt ist.
| Modell | Jahr hinzugefügt | Zurück | Polsterart |
|---|---|---|---|
| EA117 | 1958 | Mittelverteidiger | Dünnes geripptes Polster |
| EA119 | 1958 | Hoher Rücken | Dünnes geripptes Polster |
| EA217 | 1969 | Niedriger Rücken | Weiche Polsterung (Plüschkissen) |
| EA219 | 1969 | Hoher Rücken | Weiche Polsterung (Plüschkissen) |
Die Modelle EA117 und EA119 stammten ursprünglich aus dem Jahr 1958. Die Modelle EA217 und EA219 – die Soft Pad Group – wurden 1969 auf Wunsch des Designers Alexander Girard eingeführt, der für das Miller House in Columbus, Indiana, eine tiefere Polsterung wünschte. Beide Familien verfügen über ein Gestell aus poliertem Aluminium und ein Fünfsternfußkreuz; sie unterscheiden sich lediglich in der Tiefe und dem Stil ihrer Polsterung.
Was macht das Design der Aluminium Group so bedeutsam?
Die meisten Bürostühle der 1950er-Jahre waren entweder stapelbare Metallstühle oder gepolsterte Chefsessel. Die Aluminium Group beschritt einen völlig neuen Weg: Sie nutzte die Spannung – die Lederbespannung, die unter ihrer eigenen Last zwischen den Schienen gespannt war – als strukturelles Element und nicht bloß als Dekoration.
Dies verlieh den Stühlen drei für die damalige Zeit ungewöhnliche Eigenschaften. Erstens sind sie deutlich leichter als gepolsterte Alternativen: Das Aluminiumgestell und die minimalistische Polsterung wiegen zusammen nur etwa 9–10 kg. Zweitens wirken sie sehr schlank – die sich verjüngenden Streben und das dünne Profil lassen den Stuhl kleiner und weniger wuchtig erscheinen als die meisten Chefsessel. Drittens ist die Konstruktion vollständig nachvollziehbar: Man kann die Funktionsweise des Stuhls genau erkennen, ohne die Unterseite untersuchen oder ein Datenblatt lesen zu müssen.
Diese Eigenschaften erklären, warum die Aluminium Group zeitlos ist: Sie orientiert sich nicht an einer Designsprache, die einem bestimmten Jahrzehnt zugeordnet ist. Sie wirkt in einem modernen Großraumbüro von 2024 genauso aktuell wie in einem Herman-Miller-Showroom von 1965.
Auswahl einer Charles-Eames-Bürostuhl-Replika
Rahmen Material
Die Schienen müssen aus poliertem Aluminium sein, nicht aus verchromtem Stahl. Stahlgestelle sind schwerer und haben eine kühlere, härtere Oberfläche. Heben Sie den Stuhl nach Möglichkeit vor der Lieferung an – Aluminium fühlt sich deutlich leichter an. Die Armlehnenpolster sollten fest und ohne Spielraum angebracht sein.
Polsterung
Für die Aluminium Group ist echtes Leder die richtige Polsterung. Alternativen aus PU oder Spaltleder sind zwar günstiger in der Anschaffung, neigen aber bei Bürogebrauch innerhalb von zwei bis vier Jahren zu Rissen oder Ablösungen. Decomica verwendet für alle vier Modelle der Aluminium Group vollnarbiges italienisches Leder. Achten Sie bei Modellen mit dünner Polsterung darauf, dass die Rippen in parallelen Kanälen verlaufen und der Originalspezifikation entsprechen.
Mechanismusqualität
Der Stuhl sollte über eine Neigungsspannungsregulierung (üblicherweise ein Drehknopf oder Hebel unter dem Sitz), einen pneumatischen Gaszylinder zur Höhenverstellung und ein wackelfreies Fünfstern-Fußkreuz mit Rollen verfügen. Der Zylinder darf sich unter dauerhafter Belastung nicht nach unten bewegen.
Preisspanne und Leistungen der einzelnen Stufen
Einsteigermodelle (unter 200 €): lackierte Stahlrahmen, Kunstlederbezug, eingeschränkte Einstellmöglichkeiten der Mechanik. Aus der Ferne sehen sie dem Original recht ähnlich. Aus der Nähe betrachtet sind die Unterschiede jedoch deutlich erkennbar.
Repliken der mittleren Preisklasse (250–500 €): polierte Aluminiumrahmen, Echtlederbezug, hochwertiger Neigungsmechanismus. Hier positioniert sich das Sortiment von Decomica. Die Konstruktion entspricht dem Original; die Toleranzen sind enger als bei günstigeren Alternativen, und das Leder hält jahrelangem täglichen Gebrauch stand.
Lizenzierte Originale (3,800–4,500 €+): Herman Miller und Vitra, hergestellt in den USA bzw. der Schweiz. 12 Jahre Garantie, vollständige Designherkunft, hoher Wiederverkaufswert. Die ideale Wahl für eine Investition oder einen dauerhaften Arbeitsplatz im Büro.
Für die meisten, die ein Homeoffice oder ein kleines Studio einrichten, ist die mittelpreisige Nachbildung die richtige Wahl. Die Designtreue ist so hoch, dass der Stuhl aus normaler Entfernung wie das Original wirkt, der Mechanismus funktioniert einwandfrei und das Leder entwickelt eine authentische Patina.
Bestellung bei Decomica
Decomica ist ein reiner Online-Händler – es gibt keinen Ladenladen. Alle Preise auf decomica.com verstehen sich inklusive Mehrwertsteuer. Bestellungen werden innerhalb von 1–2 Werktagen per DPD versandt; die Lieferung innerhalb der EU dauert ab Versand 5–7 Werktage, die übliche Lieferzeit beträgt somit 6–9 Werktage. Der Versand innerhalb Großbritanniens und der EU ist kostenlos (ausgenommen Bulgarien, Griechenland, Zypern und Malta).
Die Stühle haben eine zweijährige Herstellergarantie. Mängel werden durch eine kostenlose Abholung und einen kostenlosen Austausch per DPD behoben. Rückgaben aufgrund von Meinungsänderung sind innerhalb von 14 Tagen nach Lieferung möglich; der Stuhl muss sich in der Originalverpackung befinden, und die Rücksendekosten von ca. 40–50 € trägt der Kunde. Rückerstattungen werden innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt der Rücksendung bearbeitet. Bei Fragen erreichen Sie unser Team unter support@decomica.com oder per Live-Chat – die Antwortzeit beträgt 24–48 Stunden (MEZ).
Montage
Die Replika-Stühle der Aluminium Group werden teilmontiert geliefert. Die Montage von Fußkreuz, Gasdruckfeder und Rückenlehnenschiene dauert in der Regel 10–15 Minuten und erfordert lediglich den mitgelieferten Inbusschlüssel. Spezialwerkzeug ist nicht notwendig.
Pflege
- Lederoberflächen mit einem sauberen, feuchten Tuch abwischen; alle 6–12 Monate mit einem pH-neutralen Lederpflegemittel pflegen.
- Reinigen Sie den Aluminiumrahmen mit Wasser und einem weichen Tuch; vermeiden Sie Scheuermittel, da diese die polierte Oberfläche zerkratzen könnten.
Häufig gestellte Fragen
Hat Charles Eames alle Stühle entworfen, die als „Eames Bürostühle“ verkauft wurden?
Charles Eames entwarf 1958 zusammen mit Ray Eames die Aluminium Group. Die vier Modelle der Aluminium Group (EA117, EA119, EA217, EA219) gelten als die klassischen „Eames-Bürostühle“. Andere Stühle, die unter dem Namen Eames verkauft werden – wie beispielsweise Fiberglas-Schalenstühle mit Drehgestell – stammen ebenfalls von Charles und Ray Eames, waren aber ursprünglich nicht als Bürostühle konzipiert.
Was versteht man in der Eames-Terminologie unter einem „Management Chair“?
„Managementstuhl“ ist die umgangssprachliche Bezeichnung für den mittelhohen Chefsessel der Aluminium Group, meist das Modell EA117. Er verweist auf die ursprüngliche Positionierung des Stuhls als professioneller Sitz für Büroleiter und Führungskräfte – im Gegensatz zu den einfacheren Bürostühlen oder den hochlehnigen Stühlen für Direktoren.
Ist der Charles Eames Bürostuhl für den täglichen Gebrauch bequem?
Ja, insbesondere der Stuhl EA119 mit hoher Rückenlehne und der weich gepolsterte Stuhl EA219. Der Neigungsmechanismus verteilt das Gewicht gleichmäßig auf Rückenlehne und Sitzfläche und reduziert so die Ermüdung bei längeren Trainingseinheiten. Die Modelle mit gerippter, dünner Polsterung sind fester; wer mehr Polsterung wünscht, sollte sich für einen weich gepolsterten Stuhl wie den EA217 oder EA219 entscheiden.
Wie kann ich überprüfen, ob eine Replik einen echten Aluminiumrahmen verwendet?
Heben Sie den Stuhl an. Ein Gestell aus echtem Aluminium mit minimaler Polsterung wiegt etwa 9–10 kg. Fühlt sich der Stuhl schwerer an, ist das Gestell wahrscheinlich aus Stahl. Achten Sie auch auf die Oberfläche des Gestells: Poliertes Aluminium hat einen warmen, leicht goldenen Schimmer; verchromter Stahl wirkt kälter und glänzender.
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